Lecture Performance»Der Halle-Prozess – Sprachlosigkeit im Gericht«

werwolfkommandos

Die Lecture Performance zum Halle-Prozess im Rahmen des Kunstfest Weimar ist Teil des Theater-Projektes »Werwolfkommandos«.

Teile des Buches Der Halle-Prozess: Mitschriften werden am 31. August in Weimar gelesen:

  • Lecture Performance: »Der Halle-Prozess – Sprachlosigkeit im Gericht«
    Mittwoch, 31. August, 18 Uhr | Theaterplatz, Weimar | Eintritt frei

Die Veranstaltung ist Teil des Theater-Projektes »Werwolfkommandos« von Marie Schwesinger, Julia Just und Fabiola Eidloth:

Szenisches Diskursprogramm zu Strafprozessen gegen rechten Terror

Erneut thematisiert das KUNSTFEST WEIMAR rechten Terror in Deutschland und dessen Aufarbeitung in Gesellschaft, Politik und im Gerichtssaal. In »Werwolfkommandos – Die Performance« beschäftigen sich Regisseurin Marie Schwesinger und ihr Team mit zwei Strafprozessen, die sie in Frankfurt am Main begleitet haben: den Prozess um die Ermordung Walter Lübckes und den Angriff auf Ahmed I. sowie den Prozess gegen den Bundeswehrsoldaten Franco A.

In »Werwolfkommandos – Der Diskurs« wird das Themenfeld vergrößert und weitere Prozesse mit in den Fokus genommen: der Prozess gegen den rechtsextremen Attentäter auf die Synagoge, den Kiez-Döner und andere Orte in Halle sowie der NSU 2.0 Prozess. Aus ihren Recherchen entwickelt Marie Schwesinger zusammen mit den Dramaturginnen Julia Just und Fabiola Eidloth künstlerisch-diskursive Formate, die sie an 14 Abenden auf dem Weimarer Theaterplatz, in Erfurt sowie live in einer Radio-Übertragung präsentieren.

In szenischen Lesungen beleuchten Schauspieler:innen in Zusammenarbeit mit Weimarer Bürger:innen einzelne Aspekte der Prozesse und untersuchen angrenzende Themengebiete, wie die Verschränkung von Rechtsextremismus und Antifeminismus sowie historische Querverbindungen demokratiefeindlicher Gewalt.

In Panelgesprächen diskutieren Expert:innen, Journalist:innen und Betroffene die Aufarbeitung und zeigen Hintergründe aber auch Lücken der Prozesse auf.

Der Titel »Werwolfkommandos« setzt sich kritisch mit der von Heinrich Himmler 1944 gegründeten Terrororganisation »Werwolf« auseinander und betont die Kontinuitäten rechten Terrors bis heute.

Das vollständige Programm »Werwolfkommandos – Der Diskurs«

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