Monitoring: Gewaltbereite Neonazis und Identitäre bei „Trauermarsch“ für Rechtsextremen
Am 23. Februar 2026 mobilisierten Neonazis zu einem „Trauermarsch“ für den in Frankreich getöteten Rechtsextremisten Quentin Deranque.
An dem Aufzug beteiligten sich rund 200 Personen. Unter dem Slogan „Justice pour les nationalistes français“ („Gerechtigkeit für französische Nationalisten“) hatte maßgeblich der Neonazi Max Schreiber von der extrem rechten Partei „Freie Sachsen“ zur Teilnahme aufgerufen. Schreiber war 2025 wegen Körperverletzung und Volksverhetzung rechtskräftig verurteilt worden. Laut Gerichtsurteil schlug er wiederholt auf Kopf und Oberkörper seines Opfers ein – auch noch, als dieses bereits am Boden lag.
Zu den Teilnehmenden dieser Versammlung zählten Kader der „Jungen Nationalisten“, der Jugendorganisation der Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD). Zudem beteiligten sich auch AfD-nahe Akteure der „Identitären Bewegung“. Entlang der Demonstrationsroute formierten sich Gegenproteste.
Seit Deranques Tod versucht die internationale extreme Rechte, ihn als „Märtyrer“ zu stilisieren. Der 23-Jährige war im Februar 2026 in Lyon bei einer Auseinandersetzung mit politischen Gegnern schwer verletzt worden und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen. Der genaue Ablauf der Auseinandersetzung ist weiterhin Teil von juristischen Untersuchungen.