Monitoring: Islamistische Agitation und Holocaustrelativierung auf Palästina-Demonstration

Am 26. September 2026 mobilisierte ein islamistisch geprägtes, gegen Israel gerichtetes Netzwerk bundesweit zu einer Großdemonstration nach Düsseldorf. Unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ wurde im Vorfeld zu einer „Massendemo“ aufgerufen. Aus mehreren Städten wurden gemeinsame Busanreisen organisiert.

Aus Berlin beteiligte sich unter anderem die Initiative „hayhat“. Die im Frühjahr 2026 gegründete Gruppierung aus dem regimefreundlichen iranischen Exilspektrum unterstützt die Islamische Republik und tritt als Organisator israelfeindlicher Veranstaltungen auf. Nach Düsseldorf mobilisierte „hayhat“ unter den Parolen „Free Palestine“, „Free Lebanon“, „Hands off Iran“ und „Hands off Yemen“.

Angemeldet waren 5.000 Teilnehmende, zeitweise wurde sogar mit bis zu 15.000 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet gerechnet. Tatsächlich versammelten sich jedoch nur wenige hundert Personen. Die bundesweit beworbene Demonstration blieb damit deutlich hinter den angekündigten Zahlen zurück. Redner bezeichneten das Vorgehen Israels im Gazastreifen als den „schlimmsten Genozid dieses Jahrhunderts“ und warfen Deutschland vor, durch Waffenlieferungen Mitverantwortung zu tragen. Während zahlreiche Fahnen des iranischen Mullahregimes gezeigt wurden, dominierten auf Transparenten und in Sprechchören einseitige Vorwürfe gegen Israel sowie Anschuldigungen gegen die Bundesregierung und deutsche Unternehmen wegen ihrer Unterstützung Israels. Ein Redner forderte die „Freiheit für Deutschland“ und suggerierte, Deutschland stehe unter einer angeblichen „zionistischen Kontrolle“. Teilnehmende setzten die Situation im Gazastreifen mit der Shoah gleich und relativierten mit Aufschriften wie „Gaza = Warschauer Ghetto“ die nationalsozialistischen Verbrechen an den europäischen Jüdinnen und Juden. Mit der Parole „Israel ist arabisch“ wurde zudem die Existenz des Staates Israel bestritten. In mehreren Reden wurden Muslime weltweit als ein einheitliches Kollektiv dargestellt, das sich einer angeblichen Unterdrückung durch Israel und westliche Akteure ausgesetzt sehe. Ein Redner aus Berlin bezeichnete Israelis als „Schweine“, pauschal als „sündhaft“ beziehungsweise „frevelhaft“ und ordnete sie damit einer religiös-moralischen Verurteilung zu. Zudem rief er Allah dazu auf, Gaza, Syrien, dem Libanon, dem Irak und dem Iran zum Sieg zu verhelfen.
An der Demonstration nahm auch die ehemalige Profiboxerin und Konvertitin Hanna Hansen teil, die dem salafistischen Spektrum zugerechnet wird. Über soziale Medien verbreitet Hansen islamistisch geprägte Inhalte und versucht , insbesondere junge Frauen für das salafistische Spektrum zu gewinnen.

Der israelfeindlichen und islamistisch geprägten Versammlung stellten sich kleinere Gruppen aus dem jüdischen und pro-israelischen Spektrum sowie aus der iranischen Opposition entgegen.




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