Antisemitismus: Israelfeindliche Versammlung von Regime-Anhängern der Islamischen Republik Iran
Unter dem Motto „Hände weg vom Iran – Stoppt die US-israelische Aggression“ versammelten sich am 8. März 2026 etwa 550 Personen aus der Anhängerschaft des iranischen Regimes zu einer Kundgebung auf dem Römerberg in Frankfurt am Main.
Die Veranstaltung wurde von der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen und dem Verein Friedens‑ und Zukunftswerkstatt organisiert. Letzterer wird vom ehemaligen Linkspartei-Mitglied Willi van Ooyen geleitet. Der Verein hatte in der Vergangenheit bereits Kontakte zum Querdenken-Netzwerk und zur antiamerikanischen Verschwörungsszene gepflegt.
Viele Teilnehmende hielten großformatige Porträts des getöteten islamistischen Obersten Führers Ali Chamenei in die Höhe und verherrlichten ihn als Märtyrer. Chamenei war während seiner Amtszeit für schwere Menschenrechtsverbrechen verantwortlich. Daneben wurden immer wieder israelfeindliche Parolen skandiert und Regimegegner*innen der Tod gewünscht.
Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen hatte bereits im Juni 2025 im Rahmen des sogenannten Zwölf-Tage-Kriegs eine Demonstration in Frankfurt organisiert. Damals sprach auch die Linkspartei-Abgeordnete Janine Wissler.
Bei der Kundgebung am 8. März 2026 gab der schiitisch-islamistische Influencer Hani Karimian erneut die Parolen vor. Karimian war in der mittlerweile verbotenen Moschee Zentrum der islamischen Kultur in Frankfurt aktiv und ist stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Gerechten, der Jugendorganisation der Partei „Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer“.
Kritisch begleitet wurde die Kundgebung von mehreren Gegenprotesten sowohl linker als auch monarchistischer iranischer Oppositionsgruppen.


