Aktuelles„Minderheiten mit entsprechender Nase“: Antisemitische Tiraden bei Neonazidemo in Berlin

Etwa 120 Neonazis demonstrierten am 14. März 2026 in Berlin für die Freilassung von rechtsextremen Straftätern.

Sie forderten unter anderem die Freiheit für den wegen Beihilfe zum Mord verurteilten NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben.

Mehrere Redner verbreiteten antisemitische Stereotype etwa über „die Rothschilds" oder „bestimmte Minderheiten, vor allem vorderasiatische, mit entsprechender Nase“. Die antisemitischen Massaker der Hamas vom 7. Oktober wurden verharmlost. Für die „selbsternannten Auserwählten“, so der Neonazi Marcus Bischoff, sei dieses Datum „wichtig“ gewesen.

In einem weiteren Redebeitrag hieß es, dass „sogar der ein oder andere Weltbestseller“ im Gefängnis geschrieben worden sei — mutmaßlich eine Anspielung auf Adolf Hitlers „Mein Kampf“.

An der Demonstration, die aus dem Netzwerk „Politische Gefangene“ von Henrik Ostendorf organisiert wurde, nahmen neben sehr jungen Neonazis aus dem Umfeld der „Deutschen Jugend Voran“ (DJV) auch mehrere bundesweit bekannte Kader der Szene teil, darunter Christian Worch, Sascha Krolzig und Thomas „Steiner“ Wulff.

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