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Online-Vortrag: Der Halle-Prozess. Rechter Terror vor Gericht

Online-Vortrag von Linus Pook (democ.) auf Einladung des AStA der Universität Vechta: Donnerstag, 21. Januar 2021, 19 Uhr.

Online-Vortrag von Linus Pook (democ.) auf Einladung des AStA der Universität Vechta: Donnerstag, 21. Januar 2021, 19 Uhr.

Link zum Livestream folgt.

Zwischen Juli und Dezember letzten Jahres stand der Attentäter von Halle in Magdeburg vor Gericht. Ein gutes Jahr nach seinem antisemitischen und rassistischen Anschlag wurde er wegen zweifachen Mordes und Mordversuchs an 66 Personen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. An 26 Verhandlungstagen sagten über 80 Zeug*innen und Sachverständige aus, über 40 Betroffene des Anschlags beteiligten sich als Nebenkläger*innen.

Der Verein democ. Zentrum Demokratischer Widerspruch e. V. beobachtete und protokollierte den Halle-Prozess kontinuierlich. Linus Pook (democ.) wird vom Verlauf der Hauptverhandlung berichten und die zu Tage getretenen Ermittlungsergebnisse kritisch beleuchten. Dabei wird es in einem ersten Block um die Hintergründe des Attentats und die Versäumnisse der Ermittlungsbehörden bei deren Aufklärung gehen: das ideologische Fundament der Tat, die Online-Vernetzung des Angeklagten und der behauptete Verlauf seiner Radikalisierung werden in den Fokus gerückt. In welchem Verhältnis die Nebenkläger*innen zu der Aufarbeitung dieser Hintergründe stehen, wird im zweiten Block des Vortrags aufgezeigt: Wer sind die Nebenkläger*innen, was hatten sie zu sagen und warum nehmen sie eine herausragende Rolle im Halle-Prozess ein? Warum kann das Urteil im Halle-Prozess, wie es mehrere Nebenkläger*innen ausdrückten, nicht das Ende, sondern erst der Anfang des Kampfes gegen Antisemitismus, Rassismus und Misogynie  sein?