RECORD – Research and Documentation on Contemporary Holocaust Distortion
Das Projekt RECORD befasst sich mit zeitgenössischen Formen der Holocaust-Verharmlosung und -Verfälschung, die Antisemitismus schüren und demokratische Werte untergraben. Zudem untersucht das Projekt, wie sich Frauenfeindlichkeit und Rassismus in extremistischen Milieus mit Antisemitismus überschneiden.
Holocaust-Leugnung, -Verfälschung und -Verherrlichung stellen seit langem eine Herausforderung in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union dar und wurden traditionell von neonazistischen und anderen rechtsextremen Gruppen propagiert. In den letzten Jahren wurden diese Phänomene durch aufeinanderfolgende Krisen verstärkt, darunter die COVID-19-Pandemie, Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, den von der Hamas angeführten Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 sowie den darauffolgenden Krieg und die weitreichende Zerstörung.
Unter der Leitung von democ e. V., dem World Jewish Congress (WJC) sowie B'nai B'rith International bringt das RECORD-Konsortium eine Vielzahl von Akteuren zusammen, um Holocaust-Verharmlosung und -Verfälschung gemeinsam zu begegnen und die Resilienz europäischer Gesellschaften gegenüber diesem Phänomen zu stärken.
Das Projekt umfasst ein breites Spektrum an Aktivitäten, die darauf abzielen, relevante Akteure einzubinden, ihnen den Austausch von Erfahrungen und Fachwissen zu ermöglichen, neue Methoden zu erproben und gemeinsam wirksame Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Diese Aktivitäten berücksichtigen die unterschiedlichen nationalen Kontexte, Herausforderungen und Chancen in den EU-Mitgliedstaaten. Zu den Zielgruppen von RECORD zählen zivilgesellschaftliche Organisationen, jüdische Gemeinden, Journalist*innen, politische Entscheidungsträger*innen sowie Strafverfolgungsbehörden. Durch die Förderung von Zusammenarbeit, gegenseitigem Verständnis und dem Bewusstsein für unterschiedliche Perspektiven soll das Projekt koordiniertere und wirksamere Antworten auf Holocaust-Verzerrung unterstützen.
Zu den Aktivitäten von RECORD zählen vier regionale Workshops für Nordeuropa, die baltischen Staaten, Mitteleuropa und Südeuropa; drei thematische Berichte begleitet von drei Webinaren; sechs interaktive Briefings für politische Entscheidungsträger*innen und Strafverfolgungsbehörden sowie eine Abschlusskonferenz, die das im Projektverlauf gesammelte Wissen, die Erfahrungen und Erkenntnisse zusammenführt. Darüber hinaus wird das Projekt eine umfangreiche Sammlung von Videodokumentationen erstellen und verbreiten, die zeitgenössische Erscheinungsformen der Holocaust-Verharmlosung und -Verfälschung in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten veranschaulichen.
Kontakt
kontakt@democ.de
Telefon: 030 57712221
Förderer
Das Projekt wird kofinanziert durch die Europäische Union.