Teilhabe verteidigen
Das Projekt „Teilhabe verteidigen“ stärkt die digitale und analoge Resilienz jüdischer sowie antisemitismuskritischer Organisationen und unterstützt ihre Teilhabe am öffentlichen und demokratischen Diskurs. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Bedrohungen zunehmend im digitalen Raum entstehen und eng mit analogen Gefährdungslagen verbunden sind. Online-Hass, gezielte Desinformation und digitale Angriffe können die Sicherheit und die gesellschaftliche Teilhabe der betroffenen Organisationen erheblich beeinträchtigen.
„Teilhabe verteidigen“ setzt daher an der Schnittstelle von Cybersicherheit und Antisemitismusbekämpfung an – einem Bereich, in dem bislang sowohl Wissen über aktuelle Bedrohungslagen als auch geeignete Unterstützungsstrukturen fehlen. In enger Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen entwickelt das Projekt Maßnahmen, die auf deren spezifische Bedarfe und Gefährdungssituationen zugeschnitten sind.
Die Projektarbeit basiert auf drei zentralen Säulen: Bedrohungsanalyse durch regelmäßiges Online-Monitoring, das Bedrohungen, digitale Angriffe und antisemitische Kampagnen frühzeitig sichtbar macht und auswertet; Kompetenzaufbau durch Schulungen, Workshops und praxisorientierte Handreichungen zur Stärkung digitaler Sicherheit und zum Umgang mit Online-Bedrohungen; sowie Sicherheits- und Notfallkonzepte, die gemeinsam mit den Partnerorganisationen entwickelt und an ihre jeweiligen personellen, organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen angepasst werden.
Ergänzend erarbeitet das Projekt eine Handreichung für Politik und Behörden, die zentrale Erkenntnisse aus der Projektarbeit bündelt. Ziel ist es, für die spezifischen Bedrohungslagen jüdischer und antisemitismuskritischer Organisationen im digitalen Raum zu sensibilisieren und konkrete Empfehlungen für Prävention, Schutzmaßnahmen und institutionelle Unterstützung bereitzustellen.
Auf diese Weise trägt das Projekt dazu bei, digitale Resilienz zu stärken und sichere Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe und freie Meinungsäußerung zu schaffen.
Kontakt:
kontakt@democ.de
Telefon: 030 57712221
Förderer
Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat.