Aktuelles: Rassistischer Aufmarsch „White Lives Matter“
Am 6. Juni 2026 fand in Dresden eine rassistisch aufgeladene Demonstration statt, die von Max Schreiber (Freie Sachsen) und den „Jungen Nationalisten“ (JN), der Jugendorganisation der Partei „Die Heimat“, organisiert wurde.
Sie stand unter dem Motto „White Lives Matter“ und wurde als Trauermarsch inszeniert. Tatsächlich wurde der Fall des 18-jährigen britischen Studenten Henry Nowak aus Southampton politisch vereinnahmt und rassistisch instrumentalisiert.
Henry Nowak war Ende 2025 bei einem Messerangriff getötet worden; der Täter wurde später wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Obwohl die Eltern Nowaks sich ausdrücklich von jeder politischen Vereinnahmung des Mordes an ihrem Sohn distanzierten, wird der Fall in rechten Kreisen aufgrund der Religionszugehörigkeit des Täters politisch instrumentalisiert.
In den Redebeiträgen wurde der Mord an Henry Nowak gegen den Tod von George Floyd ausgespielt. Floyd war 2020 infolge eines Polizeieinsatzes gestorben, was weltweit Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt auslöste. Max Schreiber, der selbst wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Volksverhetzung und Amtsanmaßung rechtskräftig verurteilt ist, nutzte die Gegenüberstellung beider Fälle, um eine strukturelle Benachteiligung weißer Menschen durch Politik und Medien zu behaupten und sich selbst zum Opfer zu stilisieren. Sein Redebeitrag richtete sich vor allem gegen Politiker*innen, Medien und Polizei und propagierte einen „Systemwechsel“ unter rechter Politik als vermeintliche Lösung.
Trotz überregionaler Mobilisierung blieb die Beteiligung gering: Rund 100 Personen nahmen teil, deutlich weniger als erwartet.