Monitoring: „Ein Feiertag“ und „Tag der Gerechtigkeit“ – Verherrlichung des Terrors vom 7. Oktober
Am 7. Oktober 2026, dem dritten Jahrestag des Hamas-Massakers von 2023, fand in Berlin eine Demonstration unter dem Motto „Down with Colonialism!“ mit rund 850 Teilnehmenden statt.
Bereits im Vorfeld wurde mit dem Slogan „Until total Liberation“ und der Darstellung eines Bulldozers, der einen Grenzzaun durchbricht, für die Demonstration mobilisiert. Die Stilisierung des 7. Oktober als „Leuchtfeuer der Standhaftigkeit“ ist eine antisemitische Täter-Opfer-Umkehr, die den terroristischen Angriff zum Befreiungskampf verklärt und die Opfer verhöhnt.
Während der Demonstration wurden wiederholt gewaltverherrlichende und antisemitische Parolen skandiert. Zudem wurden bewaffnete palästinensische Organisationen wie die Qassam-Brigaden der Hamas und der Palästinensische Islamische Dschihad als „Widerstand“ verherrlicht. Maßgeblich an der Versammlung beteiligt waren Akteure des in Deutschland verbotenen Netzwerks Samidoun. Ein Redner bezeichnete den 7. Oktober in einem Sprechgesang als „Feiertag“ und als „einzigen Tag der Gerechtigkeit“.
Das Teilnehmerspektrum umfasste eine bekannte Schnittmenge postkolonialer, antiimperialistischer, migrantischer und islamistischer Spektren, in denen israelbezogener Antisemitismus über die Rhetorik von „Kolonialismus“ und „Befreiung“ artikuliert wird. Auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg nahm an der Demonstration teil.
Der Aufzug sollte vom Oranienplatz bis zum Hermannplatz führen, wurde jedoch nach mehrfachen Unterbrechungen und Aufforderungen zur Unterlassung von Straftaten von der Polizei gegen 20:55 Uhr kurz hinter dem Kottbusser Tor aufgelöst.


